Noch dominieren in unserer Gesellschaft die Kaffeetrinker, jedoch erobert Tee nach und nach die Tassen – ob als Wachmacher zum Frühstück oder zum Genießen am Nachmittag. Nicht zuletzt überzeugt der Gesundheitsaspekt. Vor allem grüner Tee steht in dem Ruf besonders gesund zu sein.
Tee als gesunder Wachmacher
Unter Tee versteht man Aufgüsse aus meist getrockneten Pflanzenteilen der Teepflanze. Diese enthalten ebenso wie Kaffee Koffein, das allerdings im Tee anders wirkt. Die anregende Wirkung entfaltet sich langsamer, hält dafür aber länger an. Koffein soll zudem das Risiko minimieren, im Alter an Vergesslichkeit, Demenz oder Alzheimer zu erkranken. Da schwarzer, grüner, weißer und Oolong-Tee aus derselben Pflanze stammen – und sich lediglich in der Verarbeitung nach der Ernte unterscheiden – sind viele Inhaltsstoffe gleich. So ist Tee, fermentiert oder nicht, sehr fluoridreich und wirkt vorbeugend gegen Karies und Osteoporose. Auch die Polyphenole, die als Antioxidantien freie Radikale bekämpfen und so die Abwehrmechanismen stärken, sind in unterschiedlicher Dosierung in schwarzem und grünem Tee enthalten. Sie sollen das Krebsrisiko senken sowie das Herz-Kreislauf-System stärken – allerdings nur, wenn auf das Zugeben von Milch verzichtet wird.
Alleskönner Catechine
Grüner Tee kam in den 90er Jahren als Modegetränk auf, da er als sehr gesund galt. Tatsächlich konnte eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung gegenüber schwarzem Tee nicht eindeutig nachgewiesen werden. Etliche Studien wurden durchgeführt und brachten meist keine eindeutigen Ergebnisse. Wahrscheinlich ist aber, dass durch die Fermentation im schwarzen Tee einige gesundheitsunterstützende Inhaltsstoffe zerstört werden. Deshalb ist der unfermentierte Tee wohl reicher an positiven Inhaltsstoffen und gilt als gesünder. Vor allem werden in diesem Zusammenhang die Catechine genannt. Dabei handelt es sich um Gerbstoffe, die antioxidativ als Anti-Aging-Mittel wirken. So sollen sie die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen bewahren, den Cholesterinspiegel senken, vor Arterienverkalkung und koronaren Herzerkrankungen schützen sowie Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen.
Bewusst trinken
Wie immer kommt es auch beim Tee auf die Dosierung an. In großen Mengen konsumiert, wirkt er sich negativ auf den Wasserhaushalt des Körpers aus. Und Vorsicht auch bei Eisenmangel: Den Tee dann besser nicht zu den Mahlzeiten trinken, da er die Eisenaufnahme behindert.
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