DiagnoseEine über den inneren Zustand von Knochen oder Organen zu stellen, ist ohne die Verfahren zur bildgebenden Diagnostik heute kaum noch möglich. Der Fachbegriff, Diagnostic Imaging, bürgert sich wie viele Anglizismen zunehmend auch bei uns ein.

Welche Verfahren gibt es?
Die altbekannte Röntgentechnik durchdringt den menschlichen Körper mit radioaktiver Strahlung und belichtet hinter dem Körper eine Fotoplatte. Weichteile werden in Grautönen dargestellt und harte Teile wie Knochen erscheinen weiß. Das Ultraschallverfahren sendet über einen Suchkopf Ultraschallwellen in den Körper und empfängt das reflektierte Echo. Aus der Laufzeit der Ultraschallwellen errechnet eine Elektronik ein Bild und zeigt es auf einem Bildschirm an. Die Computertomographie, kurz CT genannt, ist eine computergestützte Vielzahl an schnell hintereinander aufgenommenen Röntgenaufnahmen. Daraus setzt die Software dann sehr detailreiche Bilder zusammen. Die Aufnahmen finden in einer Röhre liegend statt. Die Magnetresonanztomographie, MRT genannt, bringt durch starke Magnetfelder Körperzellen zum Schwingen und misst ihre Pendelbewegung bis zum nachfolgenden Stillstand. Daraus lassen sich in einer Software sehr klare Bilder in einer Vielzahl von Schichten erzeugen. Untersuchungen im MRT finden ebenfalls in einer Röhre statt und sind sehr laut. Auch die Endoskopie gehört zum Diagnostic Imaging. Dabei werden winzige Kameras in den Körper geführt, deren Bild vom Arzt unmittelbar ausgewertet werden kann.

Vorteile und Nachteile
Die Verfahren mit Röntgenbeteiligung verursachen radioaktive Strahlenbelastung beim Patienten. Diese wird wegen der nötigen Diagnostik in Kauf genommen. Ultraschall und Magnetfeldresonanztomographie haben keine Strahlenbelastung zur Folge. Sie eignen sich aber nicht für jeden Anwendungsfall. Mit der Diagnose beauftragte Ärzte nutzen gerne die Kombination aus verschiedenen Verfahren, um mögliche Fehldiagnosen zu minimieren. So können Entzündungen in einem Verfahren sicher festgestellt werden, während sie in einem anderen Verfahren gar nicht erkennbar sind. Moderne Geräte erlauben sozusagen eine scheibchenweise Durchwanderung des gesamten Körpers. Damit eröffnet Diagnostic Imaging den Ärzten ein weites Feld für verlässliche und schnelle Diagnosen.

 

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