Die Nachrichten der letzten Tage sind erschütternd. In Deutschland sind bereits mehrere Menschen durch EHEC Erreger gestorben. Eine Vielzahl von Fällen wurde bereits in Deutschland gemeldet und auch im nahen Ausland gibt es erste Erkrankungen die auf eine Infektion mit EHEC zurückzuführen sind.

Salat, Gurken und Tomaten waren die ersten Verdächtigen. Es wird angenommen, dass der Erreger, der unter anderem in dem Verdauungsapparat von Rindern und Schafen vorkommt, über Gülle als Düngemittel auf die Felder gelangt ist und dann an das betroffene Obst und Gemüse gelangen konnte. Daher besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass auch anderes Gemüse von EHEC befallen ist. Eine erste Spur führte nach Spanien. Doch nun konnte erstmals eine Entwarnung von der EU-Kommission gegeben werden: Der Warnhinweis über Gurken aus Spanien ist entfernt worden. Auch in Spanien klagt man die Vorkommnisse: Vielfach musste Gemüse weggeworfen werden und ebenfalls in Deutschland kam es zu immensen Kaufeinbrüchen.
Eigentlich ist EHEC eine bekannte Krankheit. Die meisten Betroffenen sind in den letzten Jahren Kinder gewesen. Bei der jetzigen Form handelt es sich jedoch um einen sehr viel schlimmeren Krankheitsverlauf, der eine ernsthafte Bedrohung für die darstellt. Die meisten Todesopfer waren bisher Frauen.
Ein Medikament gegen die Bakterien, die vor allem eine Bedrohung für die Nieren darstellen, gibt es noch nicht. Das Bakterium ist äußerst widerstandsfähig und robust. Auch eine Behandlung mit Antibiotika ist nicht möglich, denn dieses lässt die Bakterien förmlich „zerplatzen“ und diese setzen im Anschluss ein Gift frei.
Forscher aus vielen Nationen arbeiten fieberhaft an der Entwicklung eines Medikaments. Bisher sind bedauernswerter Weise noch keine bahnbrechenden Erfolge feststellbar. Einzig und allein ein chinesisch-deutsches Team konnte den Keim soweit entschlüsseln, dass anzunehmen ist, dass er aus zwei Bakterienstämmen entstanden ist.
Manche Spekulationen gehen soweit, dass sie von einem biologischen Angriff oder einer Verschwörung der Pharmaindustrie ausgehen. Für diese Möglichkeiten gibt es bisher allerdings noch keine offenkundigen Indizien.
Um sich selber vor einer Erkrankung zu schützen ist es von Nöten, sich mehrmals täglich die Hände gründlich zu waschen. Optimal ist Desinfektionsmittel. Damit man sich weiterhin bester Gesundheit erfreuen kann, sollte man auch beim Essen vorsichtig sein: Eine mögliche Quelle des Erregers ist Gemüse, dieses sollte man bei mindestens 70°C kochen.

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