Als eine bezeichnet man eine Erkrankung, an der statistisch gesehen viele Menschen sterben. In anderen Kontexten nennt man sie vielleicht Zivilisationskrankheit. Krebs ist heutzutage nicht nur die am meisten gefürchtete Erkrankung, sondern auch eine, die schwer zu therapieren ist. Bei manchen Krebsarten wie Brustkrebs oder Lungenkrebs kann man dank verbesserter Früherkennung und moderner Therapie ermutigende Heilungserfolge erzielen. Trotzdem sterben an beiden Krebsformen erhebliche Prozentzahlen Betroffener. Bei anderen Krebsarten steckt die Forschung nach Heilmethoden noch in den Kinderschuhen. Fakt ist, dass man praktisch an jedem Ort im Körper Krebs bekommen kann. Bestimmte Krebsarten sind gefährlicher, je jünger der betroffene Patient ist. Im Alter scheint sich bei manchen Krebsarten das Wachstum zu verlangsamen. Manche Krebsarten scheinen erbliche Komponenten zu haben, andere sind lebens- und ernährungsbedingt und hätten verhindert werden können.

Krebsentstehung und Verlauf

Was der Beginn einer Krebserkrankung ist, kann man heute sagen: Meist beginnt es mit einer entarteten Zelle, die sich teilt und einen Knoten verursacht. Oftmals geschieht dies am Anfang unbemerkt. Später kommt es zu Gewichtsverlust, Schmerzen und anderen Beschwerden, die der Klärung bedürfen. Normalerweise soll das Immunsystem entartete Zellen eliminieren. Die Abwehr ist jedoch bei Kindern noch nicht voll ausgebildet. Sie wird im Alter schwächer und kann auch ansonsten durch zahllose Faktoren gemindert sein. Dazu addieren sich Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung erhöhen. Viele davon sind vor allem in den hoch entwickelten Industriegesellschaften vorzufinden. Ungesunde Ernährung kann zu Darmkrebs führen, Rauchen zu Lungen- oder Mundkrebs. Übergewicht oder die Einnahme von Hormonen werden für Brustkrebs verantwortlich gemacht. Vielfach kennt man die Risikofaktoren nicht genau. Fakt ist, dass auch Nichtraucher Lungenkrebs bekommen können. Menschen, die sich immer gesund ernährt haben, sterben an Magenkrebs. Klar ist, dass unsere Lebenswelt immer belasteter ist. Stress, Strahlung, Chemikalien im Lebensumfeld, im Grundwasser und in der Nahrung, eine ungesunde Lebensweise und belastende Arbeitsbedingungen werden für gehäufte Krebsfälle verantwortlich gemacht. Oft kann man den Verlauf einer Erkrankung nach der Diagnose relativ genau voraussagen. Je nachdem, wie weit fortgeschritten der Tumor ist, wo er lokalisiert ist, ob er operabel oder inoperabel ist, fällt die Überlebensprognose aus. Unklar ist aber, warum manche Menschen sehr viel länger überleben, als man dachte und warum andere, denen man gute Chancen einräumte, früh sterben. Vieles ist auch heute noch unwägbar.

Diagnostik und Therapiemethoden

Die moderne Medizin hat der Krebserkrankung und den Diagnose- und Therapieverfahren höchste Priorität eingeräumt. Spötter sagen, dass die Chemieindustrie uns erst krank macht, um uns dann mit Chemie zu heilen. In der Tat sind Chemotherapien extrem belastend für den Organismus. Oft ist nicht klar, ob man am Krebs stirbt oder an den Folgen der Chemotherapie, die den Körper auszehrt und vergiftet. Im Anschluss an eine Chemotherapie sollte eigentlich eine systematische Entgiftung folgen. Dies geschieht aber oft nicht. Die als seelenlos angesehene Apparatemedizin zur Diagnostik und Therapie bedarf der Ergänzung durch andere Hilfestellungen. Heutzutage kann man dank moderner Gerätschaften Krebs genauer lokalisieren und teilweise mit minimal-invasiven Methoden operieren. Man kann Bestrahlung und Chemotherapie genauer dosieren, Schmerz lindern und Medikamente gegen unerwünschte Nebenerscheinungen geben. Vorsorge und Nachsorge sind verbessert worden.

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