Neurodermitis ist eine lästige Hauterkrankung, bei der die Haut aus psychosomatischer Sicht eine Abgrenzungsfunktion übernimmt, die die betreffende Person nicht anderweitig erreichen konnte oder kann.
Häufig haben Menschen mit Hauterkrankungen Probleme ihre Bedürfnisse ausreichend zu formulieren und es fällt ihnen schwer eigene Interessen gegen die Wünsche anderer zu behaupten. Oder die Neurodermitis bricht in einer starken Überlastungssituation aus bzw. durch hormonelle Umstellung bei Schwangerschaft oder Stillzeit.
Insgesamt gibt es viele mögliche Ursachen der Hauterkrankung und somit viele Behandlungswege.
Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können eine Rolle spielen oder andere allergische Auslöser.
Das Krankheitsbild ist somit sehr individuell zu betrachten und zu behandeln.
Ein guter Hautarzt nimmt sich Zeit für eine fundierte Anamnese und arbeitet mit anderen Fachschaften wie Psychotherapeuten, Homäopathen oder Allgemeinmedizinern zusammen. Man kann dann von einer ganzheitlichen Behandlungsweise sprechen.
Darmsanierung als Baustein zur Behandlung der Neurodermitis beim Hautarzt
Viele gute Hautärzte machen begleitend zu Hautstörungen eine Symbioselenkung oder Darmsanierung mit Entsäuerungskur. Das heißt Ernährungsumstellung, Verzicht auf Zucker oder schädliche Fette und wenig tierisches Eiweiß. Mit Bitterstoffen und Teekuren wird der Darm entgiftet und somit auch die äußere Haut entlastet. Um die Keime im Darm feststellen zu können, wird eine Stuhlprobe analysiert, die nicht selten eine Pilzbelastung aufweist. Ein Blutbild beim Hausarzt kann den Gesamtstatus des Klienten darstellen und Hinweis geben ob Mineralstoffe fehlen. Außerdem können schwerwiegende Krankheiten wie Diabetes ausgeschlossen werden. Dies kann nämlich ebenso eine Ursache von Hauttrockenheit und Hautirritation sein.
Fachärzte raten den Klienten vielfach dazu ein Beschwerdeprotokoll zu erstellen um erkennen zu können, wann Auslöser für Krankheitsschübe sind, was die Beschwerden lindert und insgesamt um dem Klienten das Gefühl der Kontrolle zu ermöglichen. Viele Patienten beschreiben nach erfolgreicher Behandlung mit Salben, Cremes, Darmsanierung und Psychotherapie bzw. Homöopathie, daß sie die Krankheit im Griff haben und gut damit leben können. Sehr wichtig scheint zu sein, daß der Betroffene sich selbst mit der kranken Haut akkzeptieren kann und damit entspannt umgeht, anstatt sich selbst zu verachten.
Foto: © detailblick – Fotolia.com

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