Schon seit einigen Jahrhunderten ist der Menschheit Kreatin bekannt: Es ist eine körpereigene Substanz, das in gewissen Mengen selber vom Körper, in den Nieren, der Leber und der Bauchspeicheldrüse produziert wird, aber auch über die Nahrung aufgenommen wird. Kreatin ist für die Kontraktion der Muskulatur zuständig. Es gelangt von den produzierenden Organen oder über den Darm, wenn es über die Nahrung aufgenommen wird, ins Blut und von da aus zur Muskulatur, zum Herzen, ins Gehirn, zu den Nerven und zur Netzhaut des Auges.
Wie wirkt Kreatin im Körper?
Bei der Kontraktion der Muskulatur wird Kreatin als Phosphokreatin benötigt, um die bei der Kontraktion entstandene Umwandlung von ADP in ATP (Energieträger) zu gewährleisten. Der Organismus benötigt pro Tag 2-4 Gramm Kreatin, der Rest wird als Kreatinin über die Nieren wieder ausgeschieden. Um eine normale Entwicklung des Körpers und der Körperorgane zu ermöglichen, ist Kreatin extrem wichtig. Eine zusätzliche Einnahme, neben der Nahrung, von Kreatin kann sinnvoll sein, wenn sich die Lebensumstände und die Ernährungsbedingungen ändern. Ein Mangel kann zu Störungen der Muskel und Hirnfunktion führen.
Wie wird Kreatin eingesetzt?
Im medizinischen Bereich wird Kreatin bei Muskelerkrankungen zur Verbesserung des Muskelaufbaus und der Muskelkraft verwendet. Kreatin hat sich hier als Zusatztherapie etabliert. Doch vor allem im Sport findet Kreatin Anwendung. Kreatin-Präparate erhöhen die Kurzzeitleistung und steigern die Kraft der Muskulatur sowie die Ausdauer. Kreatin steigert allerdings nicht nur die Leistung, sondern hilft dem Körper auch bei der Regeneration nach dem Sport, so dass man die Trainingseinheiten steigern kann. Eine Studie aus dem Jahr 2006 hat ergeben, dass die Einnahme von Kreatin – Präparaten zusammen mit dem Krafttraining das Muskelwachstum deutlich erhöhen. Dieses Muskelwachstum wird begleitet von einem Anstieg der Muskelkraft und der Ausdauer.
foto:© Mark Atkins – Fotolia.com

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