Da laut Alterspyramide der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst, tritt das Pflegemanagement stärker in den Vordergrund. Mitarbeiter mit dieser Qualifikation findet man in verantwortlichen Bereichen als Pflegedienstleitung. Sie erfüllen Führungsaufgaben im mittleren Management. Sie beschäftigen sich mit der Implementierung von Qualitätsmanagement-Systemen, qualitätssichernden Aufgaben, gutachterlichen Tätigkeiten. Außerdem sind sie in den Bereichen Beratung, Anleitung und Schulung tätig. In Pflege- und Versorgungseinrichtungen, Verbänden, in der Heil- und Hilfsmittelindustrie, in Fachverlagen, Kranken- und Pflegekassen, aber auch in Beratungsstellen leisten sie eine verantwortungsvolle Arbeit.

Bevor es allerdings so weit ist, muss eine entsprechende Ausbildung bzw. ein entsprechendes Studium absolviert werden.

Pflegemanagement kann an einer Fachhochschule studiert werden. Hierzu werden berufserfahrene Pflegekräfte zugelassen, die schon über Leitungserfahrungen verfügen. Aber auch für Interessenten ohne eine Pflegeausbildung kann nach Vorlage von berufspraktischen Nachweisen ein nebenberufliches Studium (Abendstudium oder Fernstudium) begonnen werden. Durch den Aufbau des Studiums soll eine Akademisierung der Pflegedienstleitung erreicht werden. Deshalb stehen Qualitätsmanagement, Controlling, Risikomanagement, Betriebsleitung, Mitglied der Geschäftsführung, Fort- und Weiterbildung, Personalmanagement und Selbstständigkeit im Zentrum der Ausbildung.

An einigen (leider wenigen) Universitäten wird die Pflegewissenschaft als Bachelor- bzw. Masterstudiengang angeboten. Um an Unis studieren zu können, benötigt man die Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur. Wenn man kein Abitur hat, kann über ein berufsbegleitendes Propädeutikum ein Zugang erworben werden, wenn der/die zukünftige Student/in über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt als Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger oder in Geburtshilfe, Heilerziehungspflege, Physio- und Ergotherapie mit einer dreijährigen beruflichen Praxis und einer Teilnahme an mindestens 16 beruflichen Fortbildungsstunden oder einer Weiterqualifizierung zur Unterrichtsschwester bzw. zum Unterrichtspfleger.
Zugleich sind gute Englisch-Kenntnisse erwünscht.

Dann stehen alle Wege in verantwortungsvolle Leitungspositionen offen.

 

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