Für viele Berufstätige ist der Laufsport eine gute Möglichkeit, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Besonders Joggen erfreut sich größter Beliebtheit. Nicht selten wird dem Joggen nachgesagt, es sei eine Art Doping für die Seele – doch ist dies wirklich zutreffend?
Joggen hat nachgewiesenermaßen viele positive Effekte
In erster Linie ist Joggen sehr gut geeignet, um einfach mal abzuschalten. Wer etwa durch eine Parkanlage oder in der Natur joggt, der kann abschalten und die Natur auf sich einwirken lassen. Musik, die beim Joggen gehört wird, kann ferner beruhigend wirken. Zwar ist das Joggen an sich anstrengend, aber es wird nicht so empfunden, denn durch die Bewegung an der frischen Luft in freier Natur nimmt der Körper mehr Sauerstoff auf: Der gesamte Kreislauf und vor allem das Gehirn werden mit mehr Sauerstoff versorgt (bis zu 100 % mehr). Wer dauerhaft Laufsport treibt, der kann die Durchblutung insgesamt verbessern und wirksam gegen Müdigkeit und Fettpolster vorgehen. Studien belegen zudem, dass regelmäßiges Joggen das Herzinfarktrisiko um bis zu 50 % senken kann.
Wirkt Joggen wirklich als eine Art Doping für die Seele?
Laufen baut Stress ab und wirkt so als ein natürliches Antidepressivum ohne Nebenwirkungen. Wichtig ist zudem, dass durch die Bewegung das Glückhormon Endorphin ausgeschüttet wird. Dieses Hormon hebt die Stimmung und sorgt für eine positive und energiegeladene Stimmung. Zudem wird beim Joggen ACTH (ein Zirbeldrüsenhormon) ausgeschüttet. Dieses Hormon entspannt den Körper und senkt den Blutdruck. Insgesamt profitiert der gesamte Körper bzw. Kreislauf vom Joggen, vor allem die Muskeln werden gestärkt, überflüssige Fette werden verbrannt und selbst die Blutfettwerte können sinken, wenn man dementsprechend auch neben dem Joggen die Ernährung umstellt. Insgesamt kann sich so die gesamte Erscheinung (Ausstrahlung, Körperhaltung) positiv verändern und schon oft wurde von ‘kreativen Geistesblitzen’ beim Sport berichtet.
Falscher Ehrgeiz kann schädlich sein
Wer mit dem Joggen anfängt, der sollte zunächst langsam beginnen und sich kontinuierlich steigern. Wer richtig joggt, der kommt im wahrsten Sinne des Wortes nie außer Puste. Wer also vom Ehrgeiz angetrieben direkt zu Beginn unzählige Runden im Park dreht, der schadet seiner Gesundheit eher. Als Devise gilt: Wer sich beim Laufen noch lächelnd unterhalten kann, der läuft im so genannten aeroben Sauerstoffüberschussbereich. Und natürlich nützt der effektivste Laufsport nichts, wenn man seine Ernährung nicht auch etwas anpasst. Vor dem Joggen sollte man immer ein paar leichte Dehnübungen machen, um die Muskulatur aufzuwärmen. Risikofaktoren sollte man vor dem Joggen ggf. ärztlich abklären lassen, da Bluthochdruck mitunter gefährlich sein kann. Wer auf Nummer sicher gehen will und Fortschritte konkret nachvollziehen möchte, der sollte beim Joggen einen Pulsmesser tragen. Das richtige Schuhwerk ist natürlich auch sehr wichtig, um beim Laufen die Gelenke zu schonen. Man sollte sich gute Laufschuhe im Fachhandel zulegen.
Fazit: Damit das Joggen wirklich positiv auf die Seele wirken kann, muss es freiwillig betrieben werden und Spaß machen. Natürlich sollte der Laufsport auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit betrieben werden. Eine gesunde Ernährung kann die positiven Effekte für den Körper noch verstärken.
Bild oben: © Andre Plath – Fotolia.com

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