Dass man möglichst nach jeder Mahlzeit, aber doch mindestens zweimal täglich, seine Zähne putzen sollte, um durch präventive Mundhygiene Karies und Parodontose vorzubeugen, lernt man schon im Kindergarten. Aber jüngste Forschungen zeigen, dass das direkte Putzen der Zähne zum Beispiel nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln wie Obst oder zitronensäurehaltigen Getränken auf keinen Fall zu empfehlen ist, weil diese Substanzen den Zahnschmelz aufweichen und die Zahnpflege dann eher kontraproduktiv wäre. Als Faustregel gilt dann rund 20 Minuten mit der Zahnpflege zu warten. Hingegen ist ein Ausspülen vom Mund mit einem Wasser/ Natron-Gemisch (ein Esslöffel Natron auf einen halben Liter Wasser) zu empfehlen. Dem Zahnschmelz schaden können auch Zahnpasten, welche sehr viele Schleifpartikel enthalten, während Zahnpasten mit sehr hohem Fluorid-Gehalt sehr gut dazu geeignet sind, den Zahnschmelz zu härten. Gerade wer sehr viel Cola oder Energy-Drinks über den Tag verteilt zu sich nimmt, sollte darauf achten, regelmäßig ein spezielles Fluorid-Gel anzuwenden, um der Erweichung vom Zahnschmelz vorzubeugen. Fluorid begünstigt die Remineralisierung entkalkter Zahnschmelzbereiche und stabilisiert ihn, wodurch er weniger säurelöslich wird. Durch Fluorid wird jedoch auch die Vergärung von Zucker in der Mundhöhle gehemmt.
Zucker und Weißmehl, die Feinde der Zähne
Grundsätzlich sollte natürlich mit Zucker sparsam umgegangen werden, denn auch Honig, Traubenzucker und Fruchtzucker sind Zuckerarten und schaden den Zähnen. Eine Alternativerbietet Stevia, eine Pflanze, deren Blätter eine starke Süßkraft besitzen, ähnlich der Süßholzwurzel. Wenn man nun aber nicht auf Zucker verzichten möchte, dann sollte man zumindest dem Rohrohrzucker den Vorzug geben, denn raffiniertem Zucker werden Mineralien entzogen und die holt er sich aus dem Körper wieder zurück. Damit ist der Vorgang vergleichbar mit dem vom destillierten Wasser. Gleiches gilt aber auch für Weißmehl.
Dreimal täglich drei Minuten
Für die Zahnpflege gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wer eine elektrische Zahnbürste benutzt, darf sich in der Regel darauf verlassen, dass ihre Technik eine optimale Reinigung ermöglicht. Wer jedoch manuell putzt, muss sich entscheiden zwischen der modifizierten Bass Technik, die vibrierende, kurze Bewegungen vorsieht, welche unter leichtem, gleichmäßigem Druck durchgeführt werden und bei der abschließend die gelöste Plaque mit einer Drehbewegung in Richtung Zahnkrone ausgewischt wird, der Stillmann-Technik, bei der ohne die Rüttelbewegung der Bass-Technik die Zähne mit kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin gereinigt werden (Rot-Weiß-Technik) und der Jackson Technik, welche der Bass-Technik gleicht, aber schräg-senkrecht arbeitet. Regelmäßig Zahnseide und/ oder eine Munddusche anzuwenden empfiehlt sich ebenfalls, damit die eigenen Zähne nicht irgendwann durch Zähne aus Vollkeramik mittels Chairside ersetzt werden müssen..
foto:©Darrin Henry

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