Die ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die in den letzten Jahren in Europa viele Anhänger gefunden hat. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem Mediziner Samuel Hahnemann entwickelt und beruht auf dem Prinzip, “Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen”. Das bedeutet, dass das Heilmittel für ein Symptom bei einem Gesunden ähnliche Beschwerden auslösen würde. Wichtig ist in der immer, dass nicht nur der Gesundheitszustand des Patienten betrachtet wird, sondern auch der Geisteszustand.

 

Die homöopathischen Arzneimittel, unterschieden in Einzel- und Komplexmittel, werden folgendermaßen hergestellt: Die jeweiligen Substanzen werden mehrmals mit Alkohol oder Wasser im Verhältnis 1:10 oder 1:100 verdünnt. Vor allem bei giftigen Substanzen ist das wichtig, um sie überhaupt verwenden zu können. Oftmals ist bei einem homöopathischen Arzneimittel die ursprüngliche Substanz so stark verdünnt, dass sie nicht mehr nachweisbar ist. Sowohl das Ähnlichkeitsprinzip Hahnemanns als auch die Wirksamkeit so stark verdünnter Medizin sind von der Wissenschaft nicht als wirksam erachtet und werden gemeinhin angezweifelt. Die Schulmedizin führt die Wirkung homöopathischer Medizin auf den Placebo-Effekt zurück. Obwohl die Homöopathie von vielen Wissenschaftlern als Irrlehre abgestempelt wird, ist die Nachfrage nach homöopathischer Behandlung und alternativen Behandlungsmethoden, beraten durch Heilpraktiker, in Deutschland sehr groß. Im Jahr 2009 zum Beispiel wurden über 400 Millionen Euro in Deutschland für homöopathische Produkte ausgegeben. Wie auch immer die Wirkung der homöopathischen Arzneimittel auch funktioniert, eine große Anzahl an Menschen schient darauf zu vertrauen und darin Hilfe zu finden.

 

Ein Besuch beim Homöopathen verläuft meist so, dass der Homöopath eine komplette Anamnese des Patienten erstellt und durch gezielte Gespräche versucht, ein Gesamtbild des Patienten zu erhalten. Hierbei wird auch insbesondere auf Sachverhalte Wert gelegt, die für die Schulmedizin eher als nebensächlich gehen. Der Homöopath will herausfinden, wie es dazu kam, dass der Körper des Patienten mit einer Verstimmung oder Ungehaltenheit reagiert und weshalb er Krankheitssymptome zeigt. Dann sollen der Körper und der Geist in ihrer Gesamtheit behandelt werden.

 

Die Homöopathie ist heute weltweit verbreitet und findet mehr und mehr Anhänger. Nicht nur verzweifelte Menschen mit besonders hartnäckigen Krankheiten suchen in dieser alternativen Behandlung nach Erlösung, auch Menschen, die fürchten, ihrem Körper mit herkömmlichen Arzneimitteln zu schaden, greifen gerne zu natürlichen Heilmethoden. Da in den homöopathischen Heilmitteln weder schädliche noch überhaupt welche Wirkstoffe nachgewiesen werden können, gelten sie als vollkommen natürlich und ungefährlich.

 

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